Garten
Ich setzte den ersten Schritt in die Gasse. Und irgendwo, mitten im Weg, rutschte ich aus der Gegenwart in einen Garten, der zwischen Erinnerung und Vorstellung wächst. Deine Spur lag im Licht. Wie Sonnenflecken zwischen den Ästen, als hätte jemand kurz etwas geöffnet und wieder geschlossen. Kein Wind. Und trotzdem bewegten sich Blätter nicht genug, um es „Sturm“ zu nennen. Nur genug, um zu wissen: Du warst hier. Ich ging weiter, ohne zu wissen, wonach ich suche. Am Rand des Teichs blieb ich stehen. Das Wasser war still, zu still als würde es etwas zurückhalten. Nichts spiegelte sich richtig. Alles war da, aber nicht greifbar. Ein paar Schritte später: die Pergola. Ihre Säulen standen wie eine Ordnung, die nicht zu mir gehört. Gerade, ruhig, unbeteiligt. Ich trat näher. Vor einer Säule blieb ich stehen. Über mir löste sich ein Vogel vom Rand des Dachs, ein kurzer Schlag, ein Schnitt. Und plötzlich hatte das Zwischen uns ein Maß: eine Säule. Und hinter ihr eine Wand.